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Schokoladenseite

02 Sep

Heute verpasse ich euch ein Veilchen. Keine Sorge – nur im übertragenen Sinne. Nämlich in Form von selbstgemachter Schokolade. Mit kandierten Veilchen und Pistazien. Jetzt zugreifen!


Wer mich kennt, weiß, dass ich eigentlich keine Schokolade mag. Halt. Stop. Hä? Wie jetzt? Das ist doch unmenschlich und außerordentlich unsympathisch – bekomme ich dann häufig zu hören. Mag sein. Dafür habe ich eine ausgeprägte Vorliebe für Gebackenes. Umso bescheuerter, dass ich anstatt Zimtschnecken, nun Schokolade selber mache. Seht es als Traumabewältigung oder den Versuch, andere ein Stückchen glücklicher zu machen. Schokolade kann man nämlich ganz wunderbar verschenken und im Gegensatz zu mir, freuen sich die anderen auch noch darüber. Verrückt.
 
Was ihr braucht:
300g Zartbitterschokolade (auf gute Qualität achten!)
300g weiße Schokolade (auf gute Qualität achten!)
Metallschüssel
Töpfe
Küchenthermometer
Pistazien
Kandierte Veilchen
Keksblech
Pausenbrotpapier
 

1. Schokoladentafeln in kleine Stücke zerkleinern.
2. Etwas Wasser in einen Kochtopf füllen und es ca. 60° heiß werden lassen. Das Wasser darf nicht kochen, da es sonst die Schokolade zu schnell erhitzt und sie "verbrennen" kann.
3. 2/3 der zerbröselten weißen Schokolade in eine Metallschüssel geben und darauf achten, dass die Schüssel das Wasser nicht berührt und den Topf so abschließt, dass kein Wasserdampf von den Seiten austreten kann (die Flüssigkeit führt sonst dazu, dass die Schokolade verklumpt). Wer keine Metallschüssel zu Hause hat, nimmt einfach einen zweiten Topf zur Hand.
4. Nun kommt das A und O beim Schokolade schmelzen: Zeit und Temperatur. Weiße Schokolade ist etwas empfindlicher, als Zartbitter und hat ihren Schmelzpunkt bereits bei 40-45 °C. Deshalb mit Ruhe und Geduld die Stückchen zum Schmelzen bringen und stetig die Temeperatur mit einem Küchenthermometer überprüfen.
5. Ist die gewünschte Temperatur erreicht, die Schokolade vom Wasserbad nehmen und mit dem restlichen Schoko-Drittel verrühren. Dabei kühlt die Masse automatisch auf 26-28 °C ab. An diesem Punkt beginnt das, was die Profis Temperieren nennen: Die Schokolade nun nochmals langsam erwärmen bis sie eine Temperatur von 30-33 °C erreicht. Dann kann die Schokolade direkt weiterverwendet werden. Dieses doppelte Erwärmen der Schokoladen sorgt dafür, dass sie am Ende einen schönen Glanz erhält und sich beim Abkühlen keine weißen Schatten bilden.
6. Mit der Zartbitterschokolade genauso verfahren wie in Schritt 2 bis 5 beschrieben. ABER: Auf die Temperatur achten. Zartbitterschokolade verträgt etwas mehr Wärme: Ihr Schmelzpunkt liegt bei ca. 45-50 °C.
 

Etwas Pausenbrotpapier auf dem Backblech auslegen und zunächst die weiße Schokolade gleichmäßig verteilen. Am besten gelingt das mit einer Winkelpalette. Dann die Zartbitterschokolade auf die andere Seite streichen und den Übergang mit dem Ende eines Holzlöffels nach Lust und Laune marmorieren. Sobald die Schokolade etwas abgekühlt ist (aber immer noch feucht ist), die kandierten Veilchen und gehackten Pistazien verteilen. Es eignen sich natürlich auch andere Toppings, wie z.B. Zuckerperlen oder Smarties.
 



Sobald die Schokolade komplett getrocknet ist, diese in grobe Stücke brechen, anstatt sie zu schneiden. Das sorgt für noch mehr Handmade-Charakter. Abschließend noch eine gute und eine schlechte Nachricht: Schokolade und damit nette Mitbringsel zu machen, geht wirklich schnell. Aber der Versuchung, sie nicht selbst zu essen, wird wohl kaum jemand widerstehen können.
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1 Comments

Christina 09.19.2019

Sieht wunderbar aus